
In einem dramatischen und nervenaufreibenden Derby gegen GC Amicitia Zürich hat die SG Uster/Stäfa am Sonntagabend einen wichtigen Sieg errungen. Vor 103 Zuschauern in der Sporthalle Buchholz behielten die Gastgeber in den Schlusssekunden das bessere Ende für sich und sicherten sich einen knappen 35:34-Erfolg.
Schwache Startphase, dennoch Anschluss gehalten
Die erste Halbzeit verlief für die SG Uster/Stäfa nicht nach Wunsch. Trotz kämpferischer Leistung und vieler gelungener Aktionen in der Offensive ging das Team mit einem 20:21-Rückstand in die Pause. Zu selten fand man in der Verteidigung den Zugriff. Die erste Unterzahlsituation entschied man mit 2:1 für sich. Das Time-out von Chefcoach Garcia nach 16 Minuten zeigte Wirkung, als der Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt wurde und man sich kurzzeitig mit zwei Treffern absetzte. Anschliessend ging es im Gleichschritt Richtung Pause, wobei die Stadtzürcher mit einem leichten Vorsprung in die Kabinen gingen.
Defensive Stabilisierung als Wendepunkt
Nach der Pause zeigte das Team eine deutliche Steigerung in der Defensive. Mit mehr Willen, Emotionen und Kampfgeist in der Abwehr gelang es, die Partie zu drehen und einen knappen Vorsprung zu erarbeiten. Die letzten Minuten entwickelten sich zu einem echten Krimi, in welchem beide Mannschaften Tor um Tor um den Sieg kämpften. Nach 57:52 Minuten und dem Stand von 34:33 für die SG konnten die Oberländer aufatmen: Der 7-Meter-Wurf von GC sprang nach zweimaligem Abpraller vom Innenpfosten zurück ins Feld und landete schliesslich in den Händen der SG Uster/Stäfa – das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen.
Entscheidung in der Schlussphase
Den entscheidenden Treffer erzielte Lars Wuffli 36 Sekunden vor Ende der Spielzeit zum 35:34. Das fünfte Tor des Routiniers war wohl das wichtigste an diesem Abend. Da der Freiwurf der Stadtzürcher nach 60 Minuten im Block der SG hängen blieb, gewann man die Partie mit 35:34.
Effizienz und Torhüterleistung als Grundlage
Topscorer der SG Uster/Stäfa war Fabian Prause, der mit 11 Toren und einer starken Wurfquote von 73 % überzeugte. Auch Tim Schmidt (5 Tore) und Gianni Mores (5 Tore, 100 % Trefferquote) trugen wesentlich zum Erfolg bei. Neben der starken Offensive überzeugte auch die defensive Leistung der SG Uster/Stäfa. Mit 32 % gehaltenen Würfen durch die Torhüter Thomas Maag (8 Paraden, 40 % Fangquote) und Marc Horsch (8 Paraden, 27 % Fangquote) wurde eine solide Basis geschaffen. Auch die bessere Wurfquote (65 % zu 63 %) und die Steigerung in der Defensive von Ungenügend zu sehr gut waren letztlich ausschlaggebend.
Enge Tabellensituation vor schwierigem Auswärtsspiel
Mit diesem Sieg verbessert sich die SG Uster/Stäfa in der Tabelle und liegt nun nach acht Spielen mit zwölf Punkten auf Platz 5. Interessant ist die enge Situation in der oberen Tabellenhälfte: Die Plätze 3 bis 5 sind punktgleich bei gleicher Spielanzahl, während der 2. Platz mit 14 Punkten aus neun Spielen knapp vorausliegt.
Die nächste Herausforderung wartet bereits am kommenden Sonntag, 7.12.2025, um 16:00 Uhr. Dann gastiert die SG Uster/Stäfa auswärts bei Handball Züri Unterland in der Sporthalle Ruebisbach in Kloten. Der Tabellenletzte wird alles in die Waagschale werfen, um der SG das Leben schwer zu machen. Aufbauend auf dem moralisch wichtigen Derby-Sieg will das Team vom Pfannenstiel die positive Serie fortsetzen und weiter in der Tabelle nach oben klettern
1. Liga: SG Uster/Stäfa – GC Amicitia 35:34 (20:21)
Uster/Stäfa: Horsch (27%)/Maag (40%)/Sherpa; Pietrus, Güntensperger Chris (2), Passen (3), Domeisen (1), Etter, Wuffli (5), Berli, Mores (5), Hartmann Oli (1), Schmidt (5), Landolt (2), Gayle, Prause (11/1)
Bericht: Jonas Kauflin
