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Murbach geht mit einem weiteren Sieg

Handball Stäfa schickt den TV Steffisburg mit dem 33:31-Heimsieg in die 1. Liga. Mit dem fünften Vollerfolg in Serie und dem zehnten in diesem Kalenderjahr schliessen die Gelbschwarzen die NLB-Saison auf Platz 3 ab.

Die Würze war der Saisondernière schon vor dem Anpfiff etwas genommen worden. Solothurn sicherte sich mit einem 27:22-Sieg über Absteiger Biel den Ligaerhalt, den Steffisburg nur noch mit Bieler Schützenhilfe und einem Sieg in Stäfa hätte schaffen können. Trotzdem verabschiedeten sich die Berner Oberländer erhobenen Hauptes aus der zweithöchsten Liga des Landes.

Patrick Murbach startete in sein Abschiedsspiel mit einer Parade gegen Lars Kiener vom rechten Flügel. Bis zur Pause wehrt der 28-Jährige weitere acht Bälle ab und wurde am Schluss zum besten Spieler seines Teams gewählt. "Es war schön, so abtreten zu können", sagte Murbach, der schon etwas nervös wurde, als er bemerkte, wie viele ihm nahestehende Leute sich auf der Tribüne eingefunden hatten.

Kägi herausragend

Bis zum 18:11 in der 26. Minute drückten die Stäfner mächtig aufs Gaspedal. Angeführt von Fadri Kägi, der bis dahin nicht nur drei Treffer erzielte, sondern auch Penaltys und Zeitstrafen herausholte. Dann gönnten sie sich eine kurze Verschnaufpause, ehe sie nach der Pause wieder Fahrt aufnahmen. Gegen Spielende hin liess die Konzentration dann allerdings deutlich nach, weshalb der Sieg mit 33:31 knapper ausfiel, als es der Leistungsunterschied war.

Es war bezeichnend für diese Saison, dass Kägi dem Spiel der Stäfner den Stempel aufdrückte. Der 21-jährige Rückraumspieler hatte bisher nicht sonderlich viel Einsatzzeit bekommen, zahlte das Vertrauen, das Trainer Philipp Seitle ihm schenkte, aber mit einer sackstarken Leistung zurück. "Nach dem Seederby gab es schon etwas einen Spannungsabfall. Sich voll auf dieses letzte Spiel zu konzentrieren, war nicht einfach, aber wir haben es geschafft", konstatierte Kägi. So in die Sommerpause zu gehen, sei natürlich super.

 

NLB: Handball Stäfa - TV Steffisburg 33:31 (19:15)

Frohberg. 321 Zuschauer. SR: Hasler/Hungerbühler. – Torfolge: 2:1, 2:3, 5:3, 5:4, 7:4, 9:7, 11:7, 15:9, 18:11, 19:15; 21:16, 25:18, 30:24, 33:31. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 4-mal 2 Minuten gegen Steffisburg. – Stäfa: Murbach (14 Paraden); Kägi (7), Bächtiger, Schmidt (2), Ardielli (1), Müller (11/5), Vernier, Honegger (2), Zeller (1), Stocker (3), Rinderknecht (4), Zimmermann (2), Barth, Gretler. – Steffisburg: Brenzikofer (7 Paraden/1 Tor)/Züge (6); Janes Karlen (4), Forrer (1), Kiener (1), Römer (9), Lionel Karlen, Lutz (1), Wyttenbach (5/5) Lory (3), Christinat (2), Schöni, Drollinger (3), Stettler, Manse, Recher (1). – Bemerkungen: Stäfa ohne Maag, Nishida und Schwander (alle verletzt), setzt Frei und Kusnandar nicht ein. Time-outs: Steffisburg (24./16:10, 44./26:18). Nach der Partie wurden Patrick Murbach, Yuki Nishida und Daniel Perisa verabschiedet. 28. Züge hält Penalty von Müller (18:13).

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Mobiliar-Bestplayer Patrick Murbach. (Fotos: Reto Schneider)

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Yuki Nishida kehrt nach Japan zurück.

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Patrick Murbach verabschiedete sich mit 14 Paraden.

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Goalietrainer und Teammanager Daniel Perisa bleibt Captain Lukas Maag als Freund erhalten.

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