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Ein Däne und Pfadi am Generali-Cup

Zum dritten Mal organisiert Handball Stäfa am Samstag mit dem Generali-Cup ein Saisonvorbereitungsturnier. Mit Pfadi Winterthur tritt heuer der amtierende Schweizer Meister auf dem Frohberg an. Erstmals zu sehen sein werden bei den Gastgebern zwei neue Rückraumspieler. Vom HSC Suhr Aarau stiess der 26-jährige Mathias Müller zum Seeklub. Der zweite Neuling stammt aus Dänemark, dem Land des Olympiazweiten. Er heisst Christian Jørgensen, ist 20 Jahre alt, 188 cm gross und 85 kg schwer.

Weil seine Freundin Alberte Sloth Hamborg vom SPL1-Team GC Amicitia Zürich verpflichtet wurde, wollte auch Christian Jørgensen in die Schweiz ziehen und suchte über seinen Berater Uwe Battefeld, der schon etliche Dänen nach Stäfa vermittelt hat, einen Klub. «Unsere Kaderplanung war eigentlich abgeschlossen und wir hatten auch kein Budget mehr», erklärt VR-Präsident Christian Rieger. Weil man für Jørgensen aber einen Job fand, klappte es mit dem Engagement des linken Rückraumspielers, der zuletzt in seiner Heimat für die Junioren von Aarhus Handbold gespielt, aber bereits mit den Männern von Skovebakken aus der 1. Division, der zweithöchsten Liga des Landes, trainiert hat.

Vom Schweizer Handball profitieren

«Ich möchte mich als Handballer weiterentwickeln, vielseitiger werden und von der Schweizer Handballkultur lernen», sagt Jørgensen, der vor Jahren einmal zum Skifahren im Wallis war. Sonst weiss er von der Schweiz noch nicht viel, verständigt sich vor allem auf Englisch. Als seine Stärken nennt der Rückraumspieler das Tempospiel, das 1:1-Verhalten und die Übersicht im Gegenstoss. Steigerungspotential ortet er vor allem in der Verteidigung, wo er polyvalenter einsetzbar sein möchte.

Seit dem Auftakt der zweiten Vorbereitungsphase Stäfas Anfang August ist der junge Däne auf dem Frohberg im Training und hat bisher einen guten Eindruck hinterlassen. «Christian passt menschlich gut in unser junges Team und verfügt über viel Zug aufs Tor. Zudem ist er technisch wie erwartet gut ausgebildet», sagt Assistenztrainer Mike Felder.

Zwei QHL-Klubs am Generali-Cup

Seinen ersten Auftritt in Gelb-Schwarz absolviert Christian Jørgensen am Samstag am Generali-Cup. Im Halbfinal trifft er mit Stäfa gleich auf den amtierenden Schweizer Meister Pfadi Winterthur aus der Quickline Handball League (QHL). Zu einem Wiedersehen der Seebuben mit dem in der Sommerpause in die Eulachstadt gewechselten Noam Leopold kommt es allerdings nicht. Der linke Flügel weilt wie der Stäfner Regisseur Laurin Rinderknecht mit der Schweizer U19-Nationalmannschaft an den EHF Championship in Nordmazedonien.

«Gegen Pfadi haben wir keine Siegchance, es geht einfach darum, wieder in einen Spielrhythmus zu kommen. In den beiden Partien sollen alle Kaderspieler zum Einsatz gelangen», sagt Trainer Philipp Seitle. Im zweiten Spiel des eigenen Vorbereitungsturniers treffen die Stäfner entweder auf GC Amicitia Zürich (QHL) oder den HSC Kreuzlingen (NLB). Vom 19. bis 22. August weilen die Gelbschwarzen im Trainingslager im süddeutschen Altenheim. Der Saisonauftakt in der Nationalliga B erfolgt am 4. September mit dem Heimspiel gegen den HS Biel.

Spielplan Generali-Cup
Samstag 14. August 2021, Frohberg Stäfa

13:30 Uhr: GC Amicitia Zürich (QHL) - HSC Kreuzlingen (NLB)
15:15 Uhr: Handball Stäfa (NLB) - Pfadi Winterthur (QHL)
17:15 Uhr: Kleiner Final (Verlierer gegeneinander)
19.00 Uhr: Final (Sieger gegeneinander)

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Teammanager Daniel Perisa begrüsst den Dänen Christian Jørgensen auf dem Frohberg.