Handball Stäfa hat sich am Samstagabend in eigener Halle dem HC Kriens-Luzern mit 33:42 (HZ 16:20) geschlagen geben müssen. Das Resultat fällt deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken hergab: Gegen den amtierenden Schweizer Meister zeigten die Gelbschwarzen einen mutigen, engagierten Auftritt und hielten lange gut mit.
Die Rollen waren vor dem Anpfiff klar verteilt. Kriens-Luzern reiste als Titelverteidiger und Leader an den Zürichsee, mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Kader, das am kommenden Mittwoch in der Champions League in Polen gegen Kielce antritt. Unter dem neuen Trainer Andy Schmid haben die Zentralschweizer bislang keinen Punkt abgegeben. Stäfa dagegen wartet nach vier Runden weiterhin auf den ersten Zähler in der neuen Spielzeit.
Von Beginn weg stellte sich Stäfa der Aufgabe ohne Respekt. Die Abwehr arbeitete kompakt und liess dem favorisierten Gegner deutlich weniger einfache Abschlüsse, als die Vorzeichen vermuten liessen. Im Angriff wurde geduldig gespielt, das Tempo hochgehalten und immer wieder über die Flügel abgeschlossen. Zur Pause hiess es 16:20 – ein Zwischenstand, mit dem in der Frohberghalle durchaus zu leben war.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Stäfa dran und hielt die Partie über weite Strecken offen. Entschieden wurde sie in jenen Phasen, in denen der Meister seine individuelle Klasse ausspielte: Technische Fehler im Stäfner Aufbau beantwortete Kriens-Luzern konsequent mit Tempogegenstössen, und in der Schlussviertelstunde nutzten die Gäste jede Unsicherheit zum entscheidenden Zwischenspurt.
Unter dem Strich steht eine Niederlage – und trotzdem ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt. Die Mannschaft hat gegen den stärksten Gegner der Liga über weite Strecken gezeigt, wozu sie fähig ist, und ihre Grundtugenden über den Grossteil der Spielzeit auf den Platz gebracht. Dazu kam einmal mehr der Support von der Tribüne, der bis zur letzten Minute nicht abriss. Die Punkte, die es braucht, werden ohnehin nicht gegen den Meister geholt, sondern in den Direktduellen mit den Teams aus der unteren Tabellenhälfte.
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Mittwoch, 16. September, auswärts beim TSV St. Otmar St. Gallen.
QHL: Handball Stäfa – HC Kriens-Luzern 33:42 (16:20)











