An der U17-EM auf Platz 9

Die Beachhandball-Europameisterschaft der Altersklasse U17 (YAC) in Zagreb bot alles, was diesen Sport so faszinierend macht: Dramatik bis zur letzten Sekunde, glühende Hitze und Schweizer Teams, die mit viel Herzblut um jeden Zentimeter Sand kämpften. Während sich die Junioren mit dem Stäfner U19-Junior Jan Bruderer den 9. Platz sicherten, war das Turnier der Juniorinnen von grossem Fortschritt, aber auch von bitterem Quäntchen fehlendem Glück geprägt.

Das Turnier begann für die männliche U17 mit einer harten Bewährungsprobe. Im wegweisenden Auftaktspiel gegen Norwegen zeigten die Schweizer eine hervorragende Leistung, mussten sich jedoch nach einem nervenaufreibenden Shootout geschlagen geben – ein herber Dämpfer zu Beginn. Auch im zweiten Spiel gegen die Beachhandball-Grossmacht Ungarn fehlte nicht viel; die Schweiz hielt phasenweise exzellent mit, verlor jedoch knapp.

Unter maximalem Druck stehend, bewiesen die jungen Schweizer im dritten Gruppenspiel gegen Italien wahre Grösse. Mit einem verdienten Sieg sicherten sie sich den Einzug in die Hauptrunde. Dort wehte der Wind jedoch rau: Trotz ansprechender Leistungen reichte es nur für einen Sieg, wodurch die Qualifikation für das Viertelfinale leider verpasst wurde.

Doch die Mannschaft liess die Köpfe nicht hängen und konzentrierte sich auf die Platzierungsspiele. Im Duell gegen Schweden schlug die Stunde von Jan Bruderer. Er bestätigte seinen Ruf als herausragender Shootout-Spezialist, indem er vier von fünf schwedischen Versuchen entschärfte und seinen Kasten fast völlig sauber hielt. Da die Schweizer Schützen ihre Würfe souverän verwerteten, war der Sieg perfekt. Den krönenden Abschluss bildete das Spiel um Platz 9 gegen Rumänien. Clever, routiniert und mit bemerkenswerter Kaltblütigkeit diktierten die Schweizer das Geschehen, zwangen den Rumänen ihr Spiel auf und hielten sich strikt an das taktische Konzept. Ein verdienter 9. Schlussrang als Lohn für eine enorme Steigerung im Turnierverlauf.

Quelle: SHV