
Im dritten Akt der Playout-Serie zwischen dem HSC Suhr Aarau und Handball Stäfa waren es erneut die Nuancen, die das Pendel ausschlugen – diesmal wieder zugunsten der Aargauer. Nach der hauchdünnen 31:30-Niederlage in der Schachenhalle gerät der Seeklub in der Best-of-5-Serie mit 1:2 in Rückstand und steht nun am Mittwoch unter Zugzwang.
Der Start in die Partie verlief für die Gäste vom Zürichsee alles andere als nach Plan. Nach nur fünf Minuten sah sich Stäfa bereits mit 1:5 im Hintertreffen. Technische Fehler im Spielaufbau luden die Hausherren zu schnellen Gegenstössen ein, die insbesondere Topscorer Nikos Sarlos eiskalt verwertete. Doch wer glaubte, die Gelbschwarzen würden früh kapitulieren, sah sich getäuscht. Mit einer deutlich kompakteren Deckung und wiedergewonnener Effizienz in der Offensive rissen sie das Ruder herum. In der 20. Minute war der 11:11-Ausgleich geschafft, und zwischen der 24. und 26. Minute folgte die stärkste Phase der Gäste: Mit fünf Treffern in Serie setzten sie sich auf 14:18 ab. Dass es zur Pause dennoch 18:18 stand, lag an einer Schwächephase kurz vor dem Pfiff, welche die Aarauer konsequent zur Resultatkosmetik nutzten.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit hatten die Stäfner zwar meist mit ein bis zwei Toren die Nase vorn, schafften es jedoch nicht, den massiven Widerstand des HSC endgültig zu brechen. Fünf Minuten vor Ende glich Sarlos die Partie erneut aus und läutete eine dramatische Crunchtime ein. Zwar konnte Karlo Ladan die prompte Führung der Aargauer noch einmal kontern, doch das glücklichere Ende gehörte den Gastgebern. Auf den erneuten Führungstreffer des HSC fanden die Gäste keine Antwort mehr. Auch der letzte direkte Freiwurf von Moritz Bächtiger nach dem Schlusspfiff blieb in der Mauer hängen. Die 31:30-Niederlage und das damit verbundene Break in der Serie waren besiegelt.
Im kommenden vierten Spiel geht es für Stäfa um alles oder nichts. Während der HSC Suhr Aarau den Klassenerhalt in der QHL fixieren kann, kämpft der Seeklub um das Überleben in der Serie und ein entscheidendes fünftes Spiel.
Anpfiff am Mittwoch ist um 19:15 Uhr. Jetzt erst recht: Zieht euch das gelbe Shirt über und verwandelt den Frohberg in eine uneinnehmbare Festung!


