
Zum Auftakt der Playout-Serie zwischen dem HSC Suhr Aarau und Handball Stäfa überzeugt der Tabellenletzte vom Zürichsee mit einer beherzten und über weite Strecken abgeklärten Leistung. Die Gelbschwarzen lassen sich von der Härte der Aargauer nicht einschüchtern, liegen ab der 21. Minute nie mehr in Rückstand und gewinnen 33:31. Am Mittwoch kommt es auf dem Frohberg zur zweiten Begegnung der Best-of-5-Serie.
Als Marijan Maric in der Crunchtime der Anschlusstreffer zum 27:28 gelang, war Stäfas Topskorer Mathias Adler zur Stelle und verschuf dem Team von Lukas Maag wieder etwas Luft. Noch zweimal kam Suhr Aarau heran, ehe Junior Luke Pietrus zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 31:29 traf. Dann parierte der eben eingewechselte André Cachin einen Wurf von David Knezevic und Han Völker sorgte 90 Sekunden vor der Sirene mit seinem zehnten Treffer zum 32:29 für die Entscheidung.
Ebert startet stark
Der dominante Akteur der Startphase war Moritz Ebert gewesen mit drei Paraden in den ersten zehn Minuten und dem Treffer in Überzahl ins leere Tor zum 5:3. Die Aargauer erhöhten gar auf 6:3, agierten in der Folge allerdings ohne Selbstvertrauen. Dieses scheint ihnen durch die in letzter Sekunde verpasste Playoff-Qualifikation völlig abhandengekommen zu sein. Mit Härte versuchten die Gastgeber ihre Verunsicherung zu kompensieren, was bereits in der Startviertelstunde in drei Zeitstrafen gipfelte.
Die vorzüglich eingestellte und agile Deckung der Stäfner machte den Aargauern das Leben schwer und Goalie Luca Frei totalisierte nach 20 Minuten sieben Paraden. So vermochten die Gäste das Zepter zu übernehmen. Zum 8:8 gelang Suhr Aarau letztmals der Ausgleich, danach hatten immer die Gelbschwarzen die Nase vorne. Kurz vor der Pause erhöhte Han Völker, der mit zwei Fehlwürfen und zwei technischen Fehlern schlecht gestartet war, dann aber zur gewohnten Stabilität fand, die Differenz erstmals auf vier Tore.
Rote Karte gegen Martis
Mit der Pausensirene gelang Thomas Bieri das 13:16 und seine Teamkollegen ballten die Fäuste. Den Umschwung konnten sie zu Beginn der zweiten Halbzeit trotz einer Überzahl jedoch nicht herbeiführen. Bis fünf Minuten vor Schluss pendelte die Differenz zwischen zwei und vier Toren. Auch die rote Karte gegen Linard Martis nach Video Replay in der 48. Minute brachte die Stäfner nicht vollkommen aus dem Tritt.
Von der gelbschwarzen Wand getragen
«Es war eine unglaublich starke Leistung von den Jungs und mindestens so toll von unseren Fans», sagte Stäfas Assistenztrainer Mike Felder. «Da freuen wir uns noch mehr auf den Hexenkessel am Mittwoch.» Der Auftritt im Schachen sei kämpferisch tadellos gewesen. «Egal wer auf dem Platz stand, jeder hat seinen Job erledigt. Ein perfektes Beispiel war Luke Pietrus, der nach der roten Karte von Linard Martis reinkam und kurz vor Schluss den wichtigen Treffer zum 31:29 erzielte. Auch unsere Torhüter haben uns sehr gut geholfen und konnten endlich ihre Trainingsleistung auch im Spiel umsetzen.» So gelang den Stäfnern wie vor Jahresfrist im Aufstiegs-Playoff gegen die HSG Baden-Endingen gleich im ersten Spiel das Break. «Den Sieg nehmen wir natürlich mit, aber die Serie ist noch lang», warnt Felder. Die Vorfreude auf die unglaubliche Unterstützung der gelbschwarzen Wand auf dem Frohberg sei im Team riesig. «Zeigen wir der Handballschweiz, dass wir die besten Fans haben!»
Das zweite Spiel der Best-of-5-Serie wird am Mittwoch um 19.15 Uhr auf dem Frohberg angepfiffen. Mit der Unterstützung des Heimpublikums wollen die Gelbschwarzen in der Serie auf 2:0 stellen.
QHL, Playout, Spiel 1: HSC Suhr Aarau – Handball Stäfa 31:33 (13:16); Stand in der Serie: 0:1.
Schachen, Aarau. 893 Zuschauer, davon 200 Stäfner. SR: Albert Gallardo/Albert Gallardo. – Torfolge: 2:0, 2:3, 6:3, 6:5, 7:5, 7:8, 8:8, 8:10, 9:12, 11:13, 12:16, 13:16; 13:17, 15:17, 15:18, 16:20, 18:20, 19:23, 21:24, 22:26, 24:26, 24:28, 27:28, 29:30, 29:32, 31:33. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau, 5-mal 2 Minuten plus Disqualifikation Martis (48.) gegen Stäfa. – Suhr Aarau: Ebert (7 Paraden/1 Tor)/ Herceg (1)/Peric; Dubi, Sarlos (7/1), Kreuzer, Witczak, Knezevic (3), Maric (6), Läber, Bieri (4), Gnehm (4), Völkle (2), Voelkin, Wolfgang, Popovski (4). – Stäfa: Frei (12 Paraden)/Wyss (1)/Cachin (2); Bächtiger (2), Herbst (4/3), Ardielli (3), Adler (6), Völker (10), Yamada, Ladan (3), Martis (3), Zeller, Rinderknecht (1), Zimmermann, Steiner, Pietrus (1). – Bemerkungen: Time-outs: Suhr Aarau (23./8:10, 40./16:19, 59./29:32) Stäfa (30./12:15, 54./26:28). 3. Ebert hält Penalty von Herbst (1:0).









