Ein Jubelfoto trotz Niederlage

Die Vorgabe für das Heimteam SG Wädenswil Horgen (17 Spiele, 27 Punkte) gegen Handball Stäfa (16 Spiele, 8 Punkte) war klar: Ein Sieg mit möglichst grosser Tordifferenz, um einen Platz in den Finalspielen um den Meistertitel zu erreichen.

Beim Stand von 6:1 für Wädi/Horgen nach knapp vier Spielminuten deutete alles darauf hin, dass der Plan der Rotweissen aufgehen würde. Die ersatzgeschwächten Stäfner hielten aber immer besser dagegen, knackten die 3:3 Abwehr immer häufiger und brachten sich selbst ins Spiel. Die zentrale Figur bei den Gelbschwarzen war Andrey Ushkov, ein Spieler des Partnervereins TV Witikon. Er traf aus allen Lagen, von seinen Mitspielern gut lanciert. Seine Bilanz: 16 Treffer aus deutlich mehr Versuchen.

Das Heimteam stellte auf eine defensivere 3:2:1-Deckung um, was aber den Stäfnern die Möglichkeit bot, ihre in den letzten Monaten erlernten Auslösungen zu spielen. Als einer der Kleinsten auf dem Spielfeld war Nicola Voser mit neun Treffern aus neun Versuchen überragend, bis er infolge eines Fouls nicht mehr einsatzfähig war. Die immer bessere Deckungsarbeit der Stäfner spiegelt sich in den Resultaten der beiden Halbzeiten nieder: 20:26 und 20:19! Bei Spielschluss liessen die Rotweissen trotz des 45:40-Sieges eher die Köpfe hängen, während die «Underdogs» vom rechten Seeufer zurecht stolz auf ihre Leistung zu einem Jubelfoto bereit waren.

Seit Jahresbeginn ging es beim U13 Elite fast stetig aufwärts. Visp/Visperterminen (Absteiger), Nordwest (aktuell auf Platz 9 und damit auf dem Barrage-Platz) und Suhr/Aarau wurden bezwungen. Gegen die U13 Elite Finalisten SG HZO (ganze Region Ostschweiz) und Wädi/Horgen konnte man mithalten. Noch steht ein Spiel gegen die SG Pilatus, welche die ganze Innerschweiz repräsentiert, aus. Wer weiss, vielleicht gelingt da der ganz grosse Coup?

Autor: Silvio Solenthaler

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