Sieg im letzten Heimspiel

Nach einer wechselhaften ersten Halbzeit bewies die SG Uster/Stäfa gegen Handball Züri Unterland grosse Moral und drehte ein bereits verloren geglaubtes Spiel. Entscheidend war ein starkes Timeout von Coach Garcia zu Beginn der zweiten Hälfte: Aus einem Sechs-Tore-Rückstand entwickelte das Heimteam innerhalb weniger Minuten einen unwiderstehlichen Lauf – und bog die Partie schliesslich verdient zum 28:25 um.

Uster/Stäfa startete nervös, vergab mehrere klare Chancen und leistete sich technische Fehler. Dennoch blieb die Partie offen; immer wieder setzte die SG offensive Akzente. Allerdings fehlte über weite Strecken der Spielfluss, und auch defensiv war die letzte Konsequenz nicht immer vorhanden. So ging die SG mit einem knappen 13:15-Rückstand in die Pause.

Der Start in Halbzeit zwei verlief alles andere als optimal: Nach 39 Minuten lag Uster/Stäfa mit sechs Toren zurück (Spielstand 14:20). Genau in diesem Moment entschied sich Chefcoach Garcia für das Timeout – ein absoluter Wendepunkt. Offenbar fand er die richtigen Worte, denn unmittelbar danach startete die SG eine 8:0-Serie, die das Spiel komplett drehte. Getragen wurde diese Phase insbesondere von mehreren starken Paraden von Marc Horsch, der zum entscheidenden Rückhalt wurde. Mit jeder erfolgreichen Aktion kehrte auch die Energie der Halle zurück, was die junge Mannschaft zusätzlich beflügelte. Von da an dominierte die SG das Spiel und brachte die neu gewonnene Führung konsequent ins Ziel.

Mit der Führung und der lautstarken Unterstützung im Rücken spielte Uster/Stäfa reifer und abgeklärter:

• lange, geduldige Angriffe

• weniger technische Fehler

• eine physische, organisierte Abwehr

Horsch entschärfte mehrere freie Würfe in Serie und war massgeblich daran beteiligt, dass Züri Unterland in der Schlussphase kaum noch erfolgreich abschliessen konnte In den letzten drei Minuten gelang der SG zwar kein eigener Treffer mehr, doch der Vorsprung war erarbeitet – und die Defensive hielt stand. Der 28:25-Sieg war hochverdient und sicherte die letzten beiden Heimpunkte der Saison.

Ein Heimsieg, der für einige Spieler auch ein emotionaler Abschluss darstellt: Die SG wird nächste Saison auf Captain Dionys Domeisen, den Ruhepol im Tor Thomas Maag, Spielmacher Lars Wuffli, Kreisläufer Nils Galys und Staffmitglied Beat Pellegrini verzichten müssen. Umso wichtiger ist der Fokus auf den letzten Auftritt der Saison: Nächsten Sonntag in Arbon (20:00 Uhr) trifft die SG auf den Leader HC Arbon – eine letzte Gelegenheit, nochmals alles reinzuwerfen und die Saison würdig abzuschliessen.

1. Liga: SG Uster/Stäfa – Handball Züri Unterland 28:25 (13:15)

SG Uster/Stäfa: Maag (34%)/Horsch (45%)/Stenz; Gayle, Etter (2), Spörndli (4), Gorlé, Schmidt (3), Güntensperger Chris (4), Berli, Domeisen (6/3), Kauflin (5), Hartmann Lukas, Prause (2), Passen (2), Vernier.

Autor: Jonas Kauflin