Vom Schiedsrichter zum Bundesrichter

Handball-Schiedsrichter Arthur Brunner wird Bundesrichter. Die vereinigte Bundesversammlung hat den St. Galler, der aktuell für Handball Stäfa pfeift, am Mittwoch ins höchste juristische Amt gewählt.

Der 34-jährige Arthur Brunner ist am Mittwoch in Bern zum Bundesrichter gewählt worden. Seit Frühling 2024 war er bereits als nebenamtlicher Richter am Bundesgericht tätig, vorher amtete er als Richter am Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Mit der Wahl zum vollamtlichen Bundesrichter erreicht Brunner nicht nur die höchste juristische Funktion des Landes, sie wird auch seiner Schiedsrichter-Karriere ein vorläufiges Ende setzen.

Abschied als Unparteiischer

«Das Schiedsrichter-Duo Arthur Brunner und Morad Salah wird noch bis Saisonende in den höchsten Handball-Ligen pfeifen», bestätigt Stephan Summ, Leiter Spielbetrieb und Schiedsrichter des SHV. Die Funktion eines vollamtlichen Bundesrichters sei nicht mit dem sportlichen Engagement vereinbar. Nach seiner Wahl als nebenamtlicher Richter 2024 hatten sich die Unparteiischen bereits aus dem internationalen Handball zurückgezogen. Nun, nach der prestigeträchtigen Wahl zum vollamtlichen Bundesrichter, verabschiedet sich Arthur Brunner auch aus dem nationalen Spielbetrieb.

Weltspitze: An EM- und WM-Finalrunden

International gelang Arthur Brunner und Morad Salah 2015 der Durchbruch als Schiedsrichter. Zwischen 2017 und 2024 gehörten sie zur Weltspitze mit mehreren WM- und EM-Teilnahmen. Insgesamt neunmal in Folge wurden sie als bestes Schweizer Schiedsrichterpaar ausgezeichnet.

Wir gratulieren unserem Schiedsrichter Arthur Brunner – er pfeift seit 3 Jahren für unseren Verein – ganz herzlich zur Wahl als Bundesrichter und wünscht ihm in dieser Funktion viel Erfolg!

Quelle: SHV