
Die SG Züri Obersee startete gegen das Tabellenschlusslicht aus Emmen furios und führte bereits nach drei Minuten mit 4:1. Die ersten Abschlüsse sassen konsequent, das Team zeigte viel Spielfreude. Doch nach dem starken Beginn schlichen sich zunehmend Ungenauigkeiten und Ballverluste ein.
Goalie Alina hielt ihr Team mit mehreren starken Paraden im Spiel, als die Abschlussqualität nachliess und sich Unkonzentriertheiten einschlichen. Nach knapp neun Minuten nahm Coach Schubert beim Stand von nur noch einem Tor Vorsprung ein Timeout. Ihre Botschaft: Back to basics – ruhiger Spielaufbau und Konzentration auf die Grundlagen.
Dennoch gelang Emmen der Ausgleich. Kurz darauf übernahmen die Gastgeberinnen die Führung und bauten diese rasch auf vier Tore aus. Vor allem defensiv bekundete die SG Mühe mit den schnellen, wendigen Emmenerinnen und ihren gut abgestimmten Spielzügen.
Auch in der Offensive fand Züri Obersee zu selten Lösungen gegen die kompakte Abwehr, die die Mitte konsequent zustellte. Die oft freistehenden Flügel konnten zu wenig ins Spiel einbezogen werden. Dennoch blieb die SG im Angriff dran und ging mit einem 18:15-Rückstand in die Halbzeitpause.
Schwierige zweite Halbzeit
Die Wende blieb nach der Pause aus. Emmen erwischte den besseren Start und erhöhte den Vorsprung rasch auf fünf Tore. Zu viele einfache Treffer liess die SG zu, während die Defensive weiterhin Mühe hatte mit den schnellen Passfolgen der Gastgeberinnen.
Im Verlauf der Partie wurde die SG zusätzlich geschwächt: Zwei Spielerinnen mussten verletzungsbedingt ausscheiden, während einige Teamkolleginnen die Doppelbelastung nach ihrem vorherigen Einsatz bei den FU16-Juniorinnen spürten.
Emmen nutzte dies konsequent und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Der SG gelang es kaum mehr, defensiv Stabilität zu finden oder im Angriff den nötigen Druck zu entwickeln.
So endete die Partie mit einem verdienten 38:29-Sieg für Emmen, das damit seine ersten zwei Punkte der Saison feiern konnte.
Autorin: Katja Karpf



