
Handball Stäfa dreht die Auswärtspartie gegen den RTV Basel Mitte der zweiten Halbzeit, kann dann aber doch keine Punkte vom Rheinknie mit nach Hause nehmen. Nach der 29:30-Niederlage bleibt den Gelbschwarzen die Gewissheit, eine starke Leistung abgeliefert zu haben, die erneut nicht belohnt wurde.
Ohne den erkrankten Karlo Ladan und den verletzten Cédric Zimmermann fanden die Stäfner gut ins Spiel. Nach fünf Minuten traf Han Völker zum 4:2 für die Gäste. Danach übernahmen jedoch die Basler das Zepter und hatten meist mit ein, zwei Toren die Nase vorn. Einen bitteren Abend erlebte Francesco Ardielli. Der Linkshänder wurde am rechten Flügel mehrfach freigespielt, brachte den Ball aber nur einmal im Tor unter und musste für die zweite Halbzeit Dominic Steiner Platz machen. In den letzten acht Minuten vor der Pause gelangen den Stäfnern bloss noch zwei Tore. Da auch die Gastgeber in dieser Phase die eine oder andere Chance liegen liessen, lagen die Basler beim Seitenwechsel lediglich mit zwei Treffern vorne.
Mit einem Doppelschlag von Basil Berger zum 18:15 erhöhten die Einheimischen erhöhten die Einheimischen den Vorsprung in der 34. Minute erstmals auf drei Tore. Wer nun einen Einbruch Stäfas erwartet, sah sich getäuscht. Mit vier Toren in Folge drehten die Gelbschwarzen die Partie und gingen auch dank zweier Paraden von André Cachin gegen Basels Topskorer Aleksander Spende mit 22:20 in Front. Da auch Marc Guardia im Kasten der Basler ein Dutzend Paraden gelangen, vermochten sich die Gäste aber nicht weiter abzusetzen – im Gegenteil: Berger stellte neun Minuten vor Schluss auf 26:25. Noch einmal gelang den Stäfnern der Ausgleich. Ein technischer Fehler hier, ein Fehlwurf da und weg waren die durchaus möglichen Punkte.
«Heute hat tatsächlich einfach etwas das Wettkampfglück gefehlt. Wir zeigten eine super Leistung und damit eine tolle Reaktion auf das Spiel in Bern. Unter dem Strich waren es kleine Fehler, die halt so ein Spiel entscheiden können, aber das gehört dazu im Handball. Wir haben heute gezeigt, was wir können gegen eine Mannschaft mit acht Profispielern, wir sind auf dem richtigen Weg», bilanzierte Assistenztrainer Mike Felder.
Am nächsten Samstag empfängt Handball Stäfa um 18 Uhr auf dem Frohberg Wacker Thun zum ersten von vier Heimspielen in Folge.
QHL: RTV 1879 Basel – Handball Stäfa 30:29 (15:13)
Rankhof. 400 Zuschauer. SR: Spengler/Woschitz. – Torfolge: 1:0, 1:2, 2:4, 7:5, 8:8, 10:8, 11:11, 14:12, 15:13, 16:15, 18:15, 18:19, 20:20, 20:22, 23:23, 24:25, 26:25, 26:26, 28:26, 29:28, 30:28, 30:29. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Basel, keine gegen Stäfa. – Basel: Guardia (12 Paraden); Peltier (5), Berger (6), Holm (6), Hofer, Babic (2), Imare (2), Esono Mangue (1), Voskamp, Brandt, Spende (7/2), Vögtli (1), Weisskopf. – Stäfa: Cachin (12 Paraden)/Frei; Bächtiger (6), Herbst (1/1), Ardielli (1), Adler (7/2), Spörndli, Völker (6), Yamada (1), Martis (4), Zeller (1), Rinderknecht, Bertschinger, Steiner (2), Schönberg. – Bemerkungen: Time-outs: Basel (24./13:12, 39./18:19, 59./29:28); Stäfa (28./15:13, 51./26:25, 56./28:26). 18. Guardia hält Penalty von Ardielli (11:9). 57. Spende wirft Penalty daneben (28:26).
