
Handball Stäfa leistet sich auswärts gegen den BSV Bern zu viele Fehler, welche die Gastgeber mit Gegenstosstoren bestrafen. Bei der 35:48-Niederlage kassieren die Stäfner noch einen Gegentreffer mehr, als an selber Stätte im September beim 31:47.
Als Karlo Ladan die Gäste nach drei Minuten 3:2 in Front brachte, deutete noch nichts auf einen so einseitigen Spielverlauf hin. Doch bereits zweieinhalb Zeigerumdrehungen später nahm Coach Lukas Maag sein erstes Time-out, nachdem die Berner – begünstigt durch Stäfner Fehler – vier Tore in Serie erzielt hatten. «Wir kamen gut ins Spiel, machten dann aber relativ schnell zu viele Fehler im Angriff und kassierten daher sehr viele Gegenstosstore. Auch sonst war unser Rückzug zu schlecht und Bern überollte uns immer wieder mit ihrem Tempo», konstatierte Assistenztrainer Mike Felder. Die statistischen Werte sprechen denn auch eine deutliche Sprache: Während die Wurfquoten 75:73% und die Paraden je 17% praktisch ausgeglichen sind, leisteten sich die Berner nur 6 technische Fehler, während für die Stäfner deren 22 notiert wurden.
«Im Angriff fanden wir oft gute Lösungen, wenn wir uns an den Plan hielten. Wir machten aber insgesamt zu viele Fehler und bekamen mit dem siebten Feldspieler auch wieder viele Tore ins leere Tor», sagte Felder. «Wir nehmen die guten Sachen mit und versuchen an unseren Fehlern zu arbeiten, damit wir Schritt für Schritt vorwärts kommen.»
Gleich am Sonntag geht es für die Stäfner weiter. Um 17 Uhr sind sie beim RTV Basel zu Gast.
QHL: BSV Bern – Handball Stäfa 48:35 (26:18)
Mobiliar Arena, Gümligen. 318 Zuschauer. SR: Hasler/Hungerbühler. – Torfolge: 2:3, 7:3, 8:5, 12:6, 12:8, 15:11, 19:12, 19:15, 23:16, 26:18; 32:19, 37:22, 40:24, 41:28, 43:32, 48:35. – Strafen: je 2-mal 2 Minuten. – Bern: Seravalli/Fischer (7 Paraden/1 Tor); Eggimann (4), Jauer (1), Aufdenblatten (3), Kusio (8), Weingartner (2), Wanner (13/3), Strahm (6), Nyström (3), Rohr (1), Kalt, Corluka (2), Allemann (1), Gantner (1), Hirt (2). – Stäfa: Frei/Cachin (4 Paraden)/Wyss (5); Bächtiger (7), Herbst (6/1), Ardielli, Adler (4), Völker (3), Yamada (3), Ladan (4), Martis (2), Zeller (1), Rinderknecht (3), Zimmermann (1), Bertschinger, Steiner (1). – Bemerkungen: Time-outs: Bern (30:/25:18, 52./41:28); Stäfa (6./6:3, 17./15:9). 44. Fischer hält Penalty von Herbst (37:22). 47. Wyss hält Penalty von Wanner (38:24).
