Stäfa deklassiert Nordwest

Grosser Jubel auf dem Spielfeld, der Tribüne und nachher in der Garderobe: Handball Stäfa hatte im kapitalen Spiel Zweitletzte (Stäfa) gegen Drittletzte eine grossartige Leistung gezeigt und souverän zwei wichtige Punkte erobert. Mit dem 43:28-Sieg übergaben die Gelbschwarzen den Barrageplatz an die HSG Nordwest. Balz Solenthaler, welcher den Cheftrainer beim Coaching wirkungsvoll unterstützt hatte, meinte anerkennend: «Es ist eindrücklich, welche Fortschritte das Team seit Beginn der Saison gemacht hat.»

Rookies-Trainer Rakesh Sherpa hatte im Laufe der Woche erklärt und eingeübt, wie gegen die offensive Deckung der Basler Chancen erspielt und Ballverluste vermieden werden sollten. Im Freitagstraining wurden dann auch die drei Spieler des TV Witikon (sie verstärken seit Mitte Dezember das Elite-Team und trainieren und spielen mehrheitlich in Zürich in der U13 Inter Abstiegsrunde) taktisch instruiert.

Beide Stäfner Torhüter unterstützten die Abwehr mit vielen gelungenen Paraden. Die Entschlossenheit in den Abwehraktionen des Heimteams machten den Gästen das Leben schwer. Immer wieder konnten ihre 1:1-Aktionen gebremst werden. Oft etwas zu ungestüm agierend fingen die Gelbschwarzen sechs Zeitstrafen ein.

In der Offensive spielte Stäfa geduldig mit viel Bewegung und war für die HSG Nordwest kaum auszurechnen. Bis zur Pause resultierte ein deutlicher Vorsprung (23:15). Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen wenig. Der Sieg der Stäfner geriet nicht mehr in Gefahr. Normalerweise heben wir nicht einzelne Spieler speziell heraus. Diesmal aber wählen wir Ethan Pazos zum «Player oft the Match»: Seine erfolgreiche Arbeit in der Mitte der Deckung, sein Auftritt als Playmaker und auch als Vollstrecker (10/11) waren grandios. Gewonnen hat aber ein topmotiviertes Team, welches sich nun auf die nächsten Herausforderungen freut.

Autor: Silvio Solenthaler

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