
Mit viel Hoffnung reiste man mit einem großen Kader von 16 Jungs zum Auswärtsspiel nach Neuhausen. Die Erwartung: körperlich diesmal näher dran zu sein. Doch die Pfader Neuhausen, verstärkt durch mehrere Spieler aus der gemeinsamen Struktur mit den Kadetten Schaffhausen, erwies sich erneut als sehr starker Gegner. Diese regionale Konstellation stellt für viele Teams ein echtes Luxusproblem dar – eines, das wir an diesem Tag deutlich zu spüren bekamen.
Die erste Viertelstunde hielt das Team aus Stäfa gut dagegen. Beim Stand von 4:7 dann aber ein Wendepunkt: Nino Schiesser, einer unserer erfahrensten Spieler, wurde unglücklich außer Gefecht gesetzt. Die daraus resultierenden frühen Umstellungen erschwerten den Spielverlauf zusätzlich.
Ein großes Kader bringt Chancen – aber auch Herausforderungen. Rückblickend muss man selbstkritisch festhalten, dass die Einsatzzeiten nicht optimal verteilt werden konnten. Das Team bestand aus Spielern aus drei Mannschaften mit unterschiedlichen Entwicklungsständen. Für einige war es ein wichtiger, aber auch sehr fordernder Auftritt.
Gegen einen körperlich und spielerisch überlegenen Gegner die richtigen Impulse zu setzen, war schwierig. Es ging den Trainern dabei nicht anders als Andy Schmid nach der Niederlage gegen Slowenien auf höchstem Niveau – mit dem Unterschied, dass das Spiel hier leider schon zur Pause entschieden war. Dennoch: Die Moral stimmte. Einsatz, Zusammenhalt und Haltung waren über die gesamte Spielzeit da.
Es gab immer wieder gute Aktionen, gelungene Auslösungen und mutige Ansätze. Was fehlte, war die Konsequenz im Abschluss – auch begünstigt durch einen sehr starken gegnerischen Torhüter. Entscheidend ist: Die Jungs können es. Das haben sie gezeigt.
Für die Zukunft gilt es, vor allem in den entscheidenden Zonen mutiger zu agieren – in der Verteidigung früher und entschlossener, im Angriff klarer im 2:1. Auch im Torhüterspiel liegt weiteres Entwicklungspotenzial, insbesondere im aktiven Herausbewegen nach vorne. Erste positive Effekte waren bereits sichtbar.
Nach dem Spiel galt der Dank den mitgereisten Eltern. Die Analyse erfolgte direkt auf dem Feld – bewusst mit dem Blick nach vorne. Das Resultat wurde abgehakt.
Wir nehmen aus diesem Spiel wertvolle Erfahrungen mit. Jetzt heißt es: daraus lernen, weiterarbeiten und gemeinsam wachsen.
Autor: Thomas Maurer
