
Zum Abschluss des ereignisreichen Handballjahres 2025 sichert sich Handball Stäfa gegen den RTV 1879 Basel mit einem Unentschieden den dritten Punkt in der Quickline Handball League. Vor der Pause schienen die Gastgeber auf die Verliererstrasse einzubiegen, doch angepeitscht von den fast 1000 Fans in der Frohberg-Halle gelang ihnen eine Aufholjagd, die mit dem 36:36 belohnt wurde.
Zwei Minuten vor der Pause kassierte Cedric Zimmermann beim Stand von 13:15 seine zweite Zeitstrafe. Seine Teamkollegen agierten in der Unterzahl so fehlerhaft, dass die Basler vier Treffer in Folge erzielen konnten, drei davon ins leere Tor. Mit einem 13:19-Rückstand schlichen die Gelbschwarzen in die Kabine. Schon der Auftakt in die erste Halbzeit war ihnen nicht nach Wunsch geglückt. Gleich dreimal kamen sie aus der Nahdistanz zum Abschluss, sahen den Ball aber von Leon Hagmann, der den verletzten Marc Guardia vertrat, abgewehrt. So verstrichen sechs Minuten bis zum ersten Stäfner Treffer durch Mathias Adler zum 1:4. Ein Highlight gabs in der ersten Halbzeit aus Stäfner Sicht dann doch noch: Zimmermann zwirbelte vom linken Flügel einen Drehball zum 6:8 in die Maschen.
Nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand der Stäfner sogar auf sieben Tore an. Doch die Gastgeber steckten den Kopf nicht in den Sand. Stetig verkürzte sie ihr Handicap. Mit drei Toren in Folge vom 22:28 zum 25:28 lancierten sie die Aufholjagd richtig. Gleich mehrfach liessen sie Chancen auf zwei Tore heran zu kommen aus – ehe Luca Frei in der 52. Minute den Penalty von Joshua Grace parierte und Francesco Ardielli seinen Siebenmeter auf der Gegenseite zum 29:31 verwandelte. Fünf Minuten vor Schluss war es wiederum der Linkshänder, der vom rechten Flügel den 32:33-Anschlusstreffer erzielte.
Nun hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen, sie peitschten die Gelbschwarzen weiter nach vorne. Han Völker bewerkstelligte mit seinem 10. Treffer den erstmaligen Ausgleich zum 35:35, ehe Topskorer Mathias Adler die Platzherren 66 Sekunden vor der Sirene zum ersten und einzigen Mal in Führung schoss. Sein Basler Pendant Aleksander Spende stellte mittels Penalty den Gleichstand her und Adlers letzter Versuche wurde eine Beute Hagmanns, weshalb sich die beiden Teams die Punkte teilten.
Bei noch zehn ausstehenden Partien beträgt der Rückstand der Stäfner auf einen Playoff-Platz sechs Punkte. Um auch in der Tabelle eine Aufholjagd erfolgreich zu gestalten, müssen die Liganeulinge ihre Fehlerquoten senken. Jetzt geniessen die Stäfner aber zuerst die wohlverdiente Festtagspause, um im Januar die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in Angriff zu nehmen. Das Startprogramm hat es dann in sich. Am Mittwoch, 4. Februar, gastiert der QHL-Aufsteiger bei Schweizer Meister und Leader Kadetten Schaffhausen, drei Tage später steht das Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten Pfadi Winterthur auf dem Plan. Das erste Heimspiel bestreiten die Gelbschwarzen am 11. Februar gegen den HSC Suhr Aarau.
QHL: Handball Stäfa – RTV 1879 Basel 36:36 (13:19)
Frohberg. 961 Zuschauer. SR: Hardegger/Hardegger. – Torfolge: 0:4, 3:6, 6:8, 7:11, 10:11, 11:14, 13:15, 13:19; 15:22, 17:24, 19:24, 21:27, 25:28, 26:30, 30:33, 32:33, 33:35, 36:35, 36:36. – Strafen: 5-mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation Zimmermann (39.) plus Disqualifikation Martis (60.) gegen Stäfa, 2-mal 2 Minuten plus Disqualifikation Peltier (37.) gegen Basel. – Stäfa: Cachin (1 Parade)/Frei (5)/Wyss (5); Herbst (1), Ardielli (10/5), Adler (4), G. Mores, Spörndli, Völker (10), Ladan (3), Martis (1), Zeller, Rinderknecht (5), Zimmermann (2), Bertschinger, Steiner. – Basel: Hagmann (8 Paraden/2 Tore)/ Kühner (3); Peltier (5), Berger (1), Holm (9), Babic (4), Imare (4), Esono Mangue, Voskamp, Werthmüller (1), Grace (1), Brandt (1), Spende (6/1), Weisskopf (2). – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (21./7:11, 37./17:24, 60./36:36); Basel (24./10:11, 44./25:28, 57./33:34). 26. Spende wirft Penalty an die Latte und trifft im Nachschuss zum 11:13. 52. Frei hält Penalty von Grace (28:31).

