Stäfa feiert ersten Sieg

Im siebten Spiel in der QHL hat Aufsteiger Handball Stäfa den ersten Sieg gefeiert. Gegen Wacker Thun gewann das Team von Lukas Maag 35:33.

Nach dem Schlusspfiff brachen auf dem Frohberg alle Dämme. Spieler und Staff lagen sich in den Armen, hüpften im Kreis. Das Publikum würdigte den Auftritt mit einer Standing Ovation. Schon mehrfach hatten die Stäfner in den vorangegangenen Partien sich mit ihren Gegnern auf Augenhöhe bewegt, waren aber am Schluss mit leeren Händen dagestanden.

Diesmal hatten sie in der ersten Hälfte meist die Nase vorn, lagen zwischenzeitlich mit drei Toren im Plus. Praktisch mit dem Pausenpfiff mussten sie jedoch den Anschlusstreffer hinnehmen. Hätte Luca Frei nicht neun Bälle abgewehrt, wären sie gar in Rückstand geraten. Wie verwandelt waren die Gelbschwarzen nach dem Debakel am Mittwoch in Bern aufgetreten, hatten in der Defensive solidarisch zugepackt und vorne mit viel Dampf Tore erarbeitet. Einzig die Anzahl technischer Fehler war zu hoch.

Nach dem Seitenwechsel folgte der schon fast obligate Taucher. Zum 19:20 geriet der Aufsteiger erstmals in Rückstand. Auf das 20:21 vermochten die Platzherren jedoch zu reagieren. Die sicheren Vollstrecker Karlo Ladan am Kreis und Linard Martis am linken Flügel brachten die Stäfner wieder in Front. Mehr als den Ausgleich gestanden die Gelbschwarzen den Thunern nicht mehr zu.

Riesig war die Erleichterung bei Spielern und Staff über den ersten Sieg. «Am Mittwoch waren wir erstmals chancenlos. Am Freitag konnten wir im Team miteinander klären, was schief gelaufen war und wie wir einen Schritt vorwärts machen wollen in unserer Entwicklung. Dass dies gleich zum ersten Sieg reichen würde, durfte man jedoch nicht erwarten», sagte ein sichtlich gelöster Lukas Maag. Ein Puzzleteil sei sich er auch gewesen, wie Assistenztrainer Mike Felder mittels Videoanalyse über das eigene Team und die Gegner Details habe herausschälen können, an denen sich das Team orientieren konnte. «Auch haben die verletzten Spieler Statistiken erstellt, welche wir in der Pause und den Time-outs nutzen konnten», berichtet Maag.

Nach diesem Erfolgserlebnis geht es für die Stäfner am nächsten Mittwoch in Schaffhausen weiter, wo sie auf den Schweizer Meister treffen.

QHL: Handball Stäfa – Wacker Thun 35:33 (17:16)

Frohberg. 645 Zuschauer. SR: Müller/Schaad. – Torfolge: 2:0, 2:2, 4:2, 6:3, 7:6, 9:6, 11:8, 11:10, 13:11, 13:13, 16:13, 17:16; 18:16, 18:18, 19:18, 19:20, 20:21, 23:21, 24:24, 27:26, 28:28, 30:28, 31:30, 33:30, 34:32, 35:33. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 5-mal 2 Minuten gegen Thun. – Stäfa: Frei (14 Paraden)/Cachin (1); Herbst (2), Ardielli (1), Müller (8), Völker (6), Yamada (1), Ladan (5), Martis (7/2), Zeller, Rinderknecht (5), Zimmermann, Bertschinger. – Thun: Winkler (7 Paraden)/Fürst (2); Stettler, Joshua Baumann (1), Kiener (2), Flavian Römer (3), Cakaric (6), Buck (8), Yanic Baumann, Guignet, Schwab (1), Gruber (2), Leandro Römer, Meschke (1), Gadza (8/4), Jovic (1). – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (22./13:13, 52./27:27); Thun (29./17:14, 42./23:21, 55./30:28). 57. Cachin hält Penalty von Gadza (32:30).