Punkte knapp verfehlt

Im ersten Heimspiel nach dem Aufstieg in die Quickline Handball League hätte Handball Stäfa beinahe die ersten Punkte eingefahren. Die ganze erste Halbzeit lagen die Gelbschwarzen gegen HSC Suhr Aarau mit bis zu fünf Toren in Front. Selbst eine Viertelstunde von Schluss war beim Stand von 21:21 noch jeglicher Ausgang möglich. Letztlich unterlagen die Seebuben den routinierten Aargauern jedoch 30:33.

Die Gäste waren nach der überraschenden 27:36-Auftaktniederlage sichtlich verunsichert gestartet, derweil die Stäfner in der Defensive mit der nötigen Aggressivität ihre physischen Nachteile kompensierten. Unterstützt von einem gut aufgelegten Luca Frei im Tor lagen die Aufsteiger nach zwölf Minuten 6:2 vorne. Mit viel Dynamik gingen die Stäfner in die Abschlüsse, während bei den Aargauern zu Beginn nur Nikos Sarlos zu überzeugen wusste. Die Torpremiere aus dem Rückraum gelang Raphael Rohr erst in der 18. Minute. Vier Zeigerumdrehungen später betrug die Differenz beim 12:7 sogar fünf Treffer.

Die Einwechslung von Goalie Carlos Caforio wurde zum Gamechanger. Der junge Spanier parierte sogleich einen Penalty von Mathias Müller. Bis zur Pause schmolz das Polster der Einheimischen auf einen Treffer zusammen.

Der Auftakt in die zweite Hälfte war wild. Innert 25 Sekunden fielen vier Tore. Francesco Ardielli zeichnete für das 19.17 in der 34. Minute verantwortlich, ehe die Stäfner den Faden verloren. Offensiv wollte während zehn Minuten nichts mehr zusammenpassen. Ein 19:21 war die Folge, ehe sich Han Völker ein Herz fasste und den Bann brach. Müller doppelte zum 21:21 nach. Doch der Schwung aus der ersten Hälfte war verpufft. Vier Gegentore in Folge brachen den Einheimischen das Genick.

«Im Vergleich zum Auftakt gegen Pfadi haben wir uns gesteigert», konstatierte Francesco Ardielli. Der achtfache Torschütze ärgerte sich über den verpassten Punktgewinn. «Ein solcher wäre heute nicht gestohlen gewesen.» Und dabei mussten die Stäfner ohne ihren verletzten Denker und Lenker Moritz Bächtiger auskommen.

Bereits am Samstag geht es für den Aufsteiger weiter mit dem Auswärtsspiel gegen den RTV 1879 Basel.

QHL: Handball Stäfa – HSC Suhr Aarau 30:33 (15:14)

Frohberg. 631 Zuschauer. SR: Nasseri-Rad/Rottmeier. – Torfolge: 2:1, 6:2, 6:4, 10:5, 12:7 (22.), 12:10, 13:12, 15:13, 15:14; 17:14, 17:16, 19:17 (34.), 19:21 (44.), 21:21, 21:25, 22:28, 25:29, 25:31, 27:31, 30:33. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 5-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau. – Stäfa: Frei (7 Paraden)/Cachin (1); Herbst, Ardielli (8/2), Müller (8/1), Gianni Mores, Völker (3), Yamada (2), Ladan (2), Martis (4), Zeller, Rinderknecht (3), Zimmermann, Bertschinger, Steiner, Pietrus. – Suhr Aarau: Herceg (3 Paraden)/Caforio (7)/Marjanac; Sarlos (9/2), Köchli (2), Witczak (1), Knezevic (4), Ferraz (3), Maric (1), Läber, Stojanoski, Rohr (1), Bieri (5), Gnehm (2), Voelkin, Popovski (5). – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (26./13:11, 40./19:20); Suhr Aarau (17./9:5, 45./20:21). 22. Caforio hält Penalty von Müller (12:8). 41. Cachin hält Penalty von Sarlos (19:20). 42. Herceg hält Penalty von Ardielli (19:20).