Stäfa hält 25 Minuten mit

Mit einem in der ersten Halbzeit mutigen Auftritt meldete sich Handball Stäfa nach neun Jahren in der Nationalliga B im Oberhaus zurück. Zum QHL-Saisonauftakt unterlag der Seeklub auswärts Pfadi Winterthur wegen einer mangelhaften Wurfquote 27:36.

Das Willkommen in der neuen Liga gestaltete sich sogleich knüppelhart. Schon im ersten Angriff liefen die Stäfner in ein Zeitspiel und der Wurf von Moritz Bächtiger blieb im grossgewachsenen Pfadi-Innenblock hängen. Bis zum ersten QHL-Treffer mussten sich die Gäste sechs Minuten lang gedulden. Francesco Ardielli traf vom rechten Flügel zum 1:2. Wenig später lag der Liganeuling 2:5 im Hintertreffen. Doch die Gelbschwarzen steckten nicht auf und glichen nach zwölf Minuten aus – auch weil Luca Frei erste Bälle hielt. Doch da sein Gegenüber Leonard Grazioli häufiger erfolgreich intervenierte, blieb den Stäfnern der Führungstreffer verwehrt.

Neuzuzug Han Völker führte sich in der 26. Minute mit seinem ersten Treffer zum 10:12 ein. Kurz darauf kam das Videoreplay erstmals zum Einsatz. Bächtiger blieb nach seinem Tor zum 11:14 liegen. Die Unparteiischen schauten sich die Bilder wegen Verdacht auf Kopftreffer an, sahen aber kein Vergehen. «In den letzten Minuten vor der Pause leisteten wir uns zu viele Fehler», analysierte Lukas Maag, prompt geriet sein Team mit fünf Toren in Rückstand.

In der 47. Minute erhöhte Max Freiberg die Differenz zum 29:19 erstmals auf zehn Tore, beim 32:20 betrug sie sogar zwölf Einheiten. Das Endresultat von 36:27 sieht dann etwas versöhnlicher aus. «Uns fehlten überall ein paar Prozente», meinte Maag, der happy war, dass sein Team in der ersten Halbzeit lange mithalten konnte.

Von guten 25 Minuten sprach auch Laurin Rinderknecht. Für den 23-Jährigen war es ein spezielles Spiel. Vor dem Anpfiff war der Rückraumspieler, der nach zwei Jahren in der Eulachstadt im Sommer zu seinem Stammverein Stäfa zurückkehrte, von Pfadi offiziell verabschiedet worden. «Ich hatte mich auf des Spiel gefreut, war aber zu Beginn nervös», sagte Rinderknecht. Letztlich habe die Wurfeffizienz die Gäste ein besseres Resultat gekostet.

Den ersten QHL-Auftritt vor Heimpublikum haben die Stäfner am Mittwoch, 3. September. Um 19.15 Uhr empfangen sie dann auf dem Frohberg den HSC Suhr Aarau.

Telegramm

QHL: Pfadi Winterthur – Handball Stäfa 36:27 (17:12)

Axa Arena, Winterthur. 746 Zuschauer. SR: Meier/Hennig. – Torfolge: 3:2, 5:2, 5:5, 7:5, 7:7, 10:7, 10:9, 14:10, 14:11, 17:12; 18:14, 20:14, 23:15, 26:19, 29:19, 32:20, 32:22, 33:24, 36:27. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Pfadi, 3-mal 2 Minuten gegen Stäfa. –Pfadi: Grazioli (13 Paraden)/Hein; Cuencas (1), Hübner (2), Mierzwa (9/4), Simic (1), Rellstab (4), Heer, Parkhomenko (5), Baumann (4), Romer, Freiberg (2), Colakovic (2), A. Lioi, Köder (4), Mirdita (2). – Stäfa: Frei (6 Paraden)/Cachin; Bächtiger (6/1), Herbst (1), Ardielli (5), Müller (7/4), Völker (4), Yamada, Ladan (1), Martis (1), Zeller, Rinderknecht (1), Zimmermann (1), Bertschinger, Steiner. – Bemerkungen: Time-outs: Pfadi (29./16:11, 48./30:20); Stäfa (26./13:10, 40./23:15). 21. Grazioli hält Penalty von Bächtiger (9:7). 21. Frei hält Penalty von Mierzwa, der im Nachschuss zum 10:7 trifft.

Fotos: deuring-photography.com