Neu als Handball Stäfa

Am Montagabend trafen sich die Mitglieder von Handball Stäfa in der Sport- und Mehrzweckhalle Frohberg zur alljährlichen Hauptversammlung. Nach dem Aufstieg des Fanionteams in die Quickline Handball League (QHL) bekam auch dieser «Routineanlass» eine besondere Aura. Denn nach der Freude über den Aufstieg wird klar, welche positiven Impulse dieser sportliche Erfolg dem gesamten Verein geben kann.

Auch für Stefan Spörndli, der sich seit einem Jahr mit dem scheidenden Andreas Erni, der durch Bernd Pietrus ersetzt wird, das Präsidium teilt, war es ein besonderer Abend. Denn neben den sportlichen Erfolgen durfte er auch ein sehr erfreuliches finanzielles Ergebnis verkünden. Statt eines budgetierten Verlustes durfte er einen Gewinn von CHF 7 012 verkünden. Die hohe Ausgabendisziplin des Vereins und die ständigen Anstrengungen, die Einnahmenseite zu verbessern, haben erfreuliche Früchte getragen. Und dies notabene in einem Jahr, in dem wegen der für die QHL geltenden Bedingungen schon kurz nach Jahreswechsel einige bedeutende Investitionsentscheide gefällt werden mussten, ohne zu wissen, ob der Aufstieg auch tatsächlich gelingen würde.

Grosszügige Unterstützung der Gemeinde

Eine grosse Investition bedeutet die Anschaffung der LED-Bande, die in der QHL, der höchsten Liga, Pflicht ist. Dank der grosszügigen Unterstützung der Gemeinde Stäfa mit einem Darlehen über CHF 150 000 konnte diese aussergewöhnliche Anschaffung getätigt werden. Neben der LED-Bande, die mit CHF 100 000 zu Buche schlug, wurde mit dem Darlehen der Einbau der Büros von Handball Stäfa und des Sport Shop Stäfa in der Sport- und Mehrzweckhalle Frohberg finanziert. Beide Investitionen werden in der Zukunft Erträge abwerfen, welche die Rückzahlung des Darlehens sichern. Die LED-Bande in Form von Werbeeinnahmen und der Umzug dank erheblichen Einsparungen beim Mietzins. Das Budget für das nächste Vereinsjahr ist somit trotz dieser Investitionen sehr solide und Handball Stäfa weicht nicht von seiner von Vernunft und Weitsicht geprägten Politik ab, sowohl aus finanzieller wie auch sportlicher Sicht, wo trotz punktueller Verstärkungen auch in der QHL die im eigenen Nachwuchs gross gewordenen Spieler die Hauptrolle spielen werden.

Handball boomt

Handball Stäfa gehört jetzt schon zu den fünf grössten Handballvereinen der Schweiz. Umso erfreulicher ist, dass nochmals ein starker Zuwachs bei den Junioren und Juniorinnen verzeichnet werden konnte. Bei den 7 – 12-Jährigen betrug dieser über 20 Prozent. Dieses Wachstum sichert die Chance, dass auch in Zukunft ein Grossteil der 1. Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs stammen wird. Ein weiteres Puzzle-Teil, das diese Absicht unterstützt, ist die Schaffung des Bereichs «Top-Rookies». Ein Programm, das den besten Junioren eine noch bessere sportliche Ausbildung ermöglicht. Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Mädchen. Der regionale Cupsieg der SG Züri-Obersee FU14 zeigt, dass das grosse Engagement des Vereins im Spitzen- wie im Breitensport immer mehr Früchte trägt und die Stellung von Handball Stäfa im Handballsport weiter stärkt.

Jetzt auch offiziell: Handball Stäfa

Handball Stäfa ist im Volksmund schon lange Handball Stäfa. Der offizielle Vereinsname Handball Club Gelb-Schwarz Stäfa ist schon länger nicht mehr gebräuchlich. Die Namensänderung war denn auch unbestritten und wurde fast unisono angenommen. Ebenfalls einstimmig fiel die Zustimmung bei der Ernennung der neuen Ehrenmitglieder Andreas Erni, René Landolt und Matthias Hunziker aus, die für ihren langjährigen, leidenschaftlichen Einsatz für Handball Stäfa mit grossem Applaus bedacht wurden.

Autor: Thomas Engeli

Die neuen Ehrenmitglieder René Landolt (links) und Andreas Erni flankieren Co-Präsident Stefan Spörndli.