
Im hart umkämpften Derby gegen GC Amicitia musste sich die SG Uster/Stäfa auswärts in Zürich mit 30:32 geschlagen geben. Nach einem schwierigen Start zeigte die Mannschaft grossen Kampfgeist und hielt die Partie bis zum Schluss offen.
Die Anfangsphase dominierte klar der Gastgeber. Die SG Uster/Stäfa hatte Schwierigkeiten, das schnelle Anspiel der Gegner zu unterbinden, und auch das Rückzugsverhalten liess zu Beginn zu wünschen übrig. Diese Schwächen führten dazu, dass der Rückstand früh auf mehrere Tore anwuchs. Mit einer Umstellung in der Defensive konnte Uster/Stäfa jedoch zunehmend Stabilität gewinnen.
Nach 16 Minuten gelang es Zürich erstmals, einen Vorsprung von vier Toren zu erspielen. Daraufhin zog Coach Garcia die Reissleine und nahm ein Time-out. Diese Massnahme zeigte sofort Wirkung: Mit einem Doppelschlag innerhalb von 40 Sekunden verkürzte die SG auf zwei Tore und brachte sich zurück ins Spiel. Zur Halbzeit war das Derby beim Stand von 16:17 wieder völlig offen.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Die SG Uster/Stäfa kämpfte sich mehrfach in Schlagdistanz, doch in entscheidenden Momenten scheiterte die Mannschaft an der gegnerischen Abwehr oder ihrer eigenen Nervenstärke und liess einige vielversprechende Chancen ungenutzt. Zwar entschieden die Gäste die letzten fünf Minuten mit 5:2 für sich, konnten die 30:32-Niederlage jedoch nicht mehr abwenden. Zu viele technische Fehler und unnötige Zeitstrafen verhinderten an diesem Tag einen Punktgewinn.
Das Derby bot den Zuschauern eine spannende Begegnung, in der die SG Uster/Stäfa trotz eines schwierigen Starts ihren Kampfgeist und ihr Potenzial phasenweise aufblitzen liess. Fortschritte einzelner Rückraumspieler und die gesteigerte Defensivleistung in der zweiten Halbzeit machen Mut für die kommenden Partien, auch wenn am Ende ein knappes Ergebnis gegen einen starken Gegner zu Buche stand.
GC/Amicitia – SG Uster/Stäfa 32: 30 (17:16)
Uster/Stäfa: Sherpa (15%)/Maag (35%)/Horsch (22%); Basler (1), Berli (4), Pellegrini, Domeisen (3/2), Hartmann (4), Kauflin (2), Güntensperger (2), Petrig (2), Tan (2), Etter, Prause (10/1).
Autor: Jonas Kauflin
