Heimsieg ohne Glanz

Mit neun starken Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte Handball Stäfa im Heimspiel gegen die SG Yellow/Pfadi Espoirs für eine 7-Tore-Differenz. Am Ende musste sich der NLB-Spitzenreiter vom Zürichsee dennoch zu einem 30:28-Sieg zittern. Dieser reichte jedoch, um die Tabellenführung zu übernehmen, weil Fides St. Gallen in Möhlin verlor.

Der Startphase drückten offensiv Moritz Bächtiger und Matteo Etter den Stempel auf. Während Stäfas Captain vier der ersten sechs Tore seines Teams erzielte und dabei als neuer Penaltyschütze überzeugte, gingen die drei ersten Treffer der Gäste allesamt auf das Konto von Linkshänder Etter. Die Torhüter waren bis zum ersten Time-out der SG Yellow/Pfadi nach einer Viertelstunde kein Faktor. Nach gut 20 Minuten brachte Renato Bertschinger die Stäfner 14:10 in Front. Mit einigen schwachen Minuten gaben die Gastgeber den 4-Tore-Vorsprung bis zur Pause jedoch fast wieder aus der Hand.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die Stäfner innert neun Minuten vom 17:17 auf 24:17 ab. In der Defensive fanden die Gelbschwarzen in dieser Phase den Zugriff zum Spiel und vorne leisteten sie sich keinen einzigen Fehler. Der 24. Treffer ging sogar auf das Konto von Goalie Luca Frei, der ins leere Gehäuse traf.

Wer aus Stäfner Sicht nun entspannte 20 Minuten erwartete, wurde enttäuscht. Die Fehlerquote im Angriff stieg markant und hinten nutzten die Winterthurer ihre Freiheiten geschickt aus. Bächtiger war es, der mittels Flieger eine torarme Phase der Einheimischen mit dem 27:24 beendete. In den zehn Minuten davor war den Gelbschwarzen lediglich ein einziger Treffer gelungen. Als Yellow/Pfadi in der Schlussphase auf den 7. Feldspieler setzte, gelang Loris Kobelt 80 Sekunden vor der Sirene der 27:28-Anschlusstreffer. Linard Martis traf zum 29:27, ehe Lukas Schönholzer erneut verkürzte. Durch eine offene Manndeckung liessen sich die Stäfner nicht aus dem Konzept bringen. Martis machte mit dem Schlusspfiff den Deckel drauf.

«Das Zittern am Schluss war etwas unnötig», befand Moritz Bächtiger. In den starken Phasen in beiden Halbzeiten hätten sie ihr Potential aufblitzen lassen und die Gäste um vier, respektive sieben Tore distanziert. Eine zu hohe Fehlerquote habe jedoch einen deutlicheren Sieg verhindert. «Zudem bekamen wir zu viele Gegentore», befand der Captain.

Den nächsten Ernstkampf bestreiten die Stäfner bereits am Donnerstag, wenn sie um 20.30 Uhr in der Saalsporthalle auf die SG GC Amicitia / Küsnacht treffen.

NLB: Handball Stäfa – SG Yellow/Pfadi Espoirs 30:28 (16:15)

Frohberg. 205 Zuschauer. SR: Eggenberger/Sieber. – Torfolge: 2:1, 3:4, 5:6, 7:6, 10:7, 11:9, 14:10, 14:12, 16:13, 16:15; 17:17 (32.), 24:17 (41.), 24:19, 26:24, 27:24, 28:25, 28:27, 29:27, 29:28, 30:28. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 2-mal 2 Minuten gegen Yellow/Pfadi. – Stäfa: Frei (10 Paraden/1 Tor)/Sherpa; Bächtiger (6/2), Schmidt (2), Müller (3), Honegger (5), Yamada (1), Mores, Ladan (2), Martis (4), Zeller (1), Zimmermann (3), Bertschinger (2), Widmer. – Yellow/Pfadi: Hein (1 Parade)/Jeremic (8); Rüegger (3), Krügel (1), Kyburz, Dechant, Tellenbach (2), Glaus (7/2), Koblet (3), Schönholzer (2), Dörflinger (1), Bindt (3), Etter (6). – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (21./12:10); Yellow/Pfadi (14./10:7, 37./21:17, 55./27:24). 38. Frei hält Penalty von Tellenbach (21:17).